DerDUDE Goes SKA präsentiert: Go Monkeys & Rhine River Rudies - 23.3.2019 im Sternhagel (Köln)

Ein rappelvoller Samstagabend der schillernden Skafiguren  und scheppernden Bleche gab es im punkrockigen Sternhagel in Köln.

 

Im normalerweise mit bunten Lichterspielen und schummrigen Rotlicht getauchte Sternhagel blitzten plötzlich seltsame, einfache Farben auf. Black and white. Schwarzweiße Plakate und Karomuster auf langen Fahnenbannern zierten die Wände. Auch der ein oder Gast trug karierte Hosenträger oder T-Shirts mit zwar-weißen Figuren und Mustern. Nach den Gelbwesten nun die schwarz-weiß karierte Revolution? Nee, Sternhagel kann eben auch Ska! Zwar ist es nicht das erste Mal, dass die kleine, kultige  Punkbar im Zentrum der Domstadt mit Ska in Berührung gekommen ist, jedoch liegt der musikalische Schwerpunkt in der Regel doch bei Punk, Rock und hardcoreähnlichen Musikinterpretationen.

 

Eingeladen hatte „DerDUDE Goes SKA“ zu ausgelassenem Huldigen und Abfeiern einer der schönsten Tanzmusiken der Welt. Ska. In diesem Falle in erster Linie 2-Tone Ska, der Ende der 70er, Anfang  der 80er Jahre seinen Ursprung und zugleich Höhepunkt hatte. Ska geht eigentlich immer und so biete es sich auch an, frech und fröhlich den ein oder anderen internationalen Hit respektvoll zu covern und in einem neuen, faszinierenden Offbeat-Gewand erscheinen zu lassen. „Enjoy yourself“ stammt eigentlich von Guy Lombardo (1949), wird aber eben auch von den The Specials 1980 gecovert, bis heute gespielt und nun von den Go Monkeys weiter in die Musikwelt getragen. Auch skaferne Interpretationen, wie Material Girl von Madonna, finden sich im Fundus der Band und werden charmant und spritzig vorgetragen. Die Go Monkeys, angereist aus dem Ruhrpott, halten aber auch immer wieder die musikalischen Fahnen der „alten“ Helden hoch und spielen Songs wie zum Beispiel „Hey Little Rich Girl“ von den besagten The Specials. Das Motto lautet: Alles was Spaß macht geht, während der Ska immer im Herzen getragen wird. Das „Go“ im Namen ist auch Programm. Und das geht rasend schnell: Ab von der heißen, engen Bühne, rein in die schweißtreibende Bude, schwungvoll in die warmen Herzen und gleich in das skankende Tanzbein - peng.  

 

Als wenn die Bühne nicht schon reichlich eng genug für die fünf Monkeys gewesen wären, folgten nun die achtköpfigen, Kölner Rhine River Rudies. Der kuschelige Sternhagel platzte mittlerweile mit über 110 Besuchern aus allen Nähten, als die lokalen Rudies ihr musikalisches Skafeuerwerk abfackelten und an die grandiose Stimmung der Go Monkeys anknüpften. Da gab es keine Zeit für eine Tanzpause.  Für eingefleischte Ska-Fans kein Thema. Es wird einfach gewippt, gegroovte, getanzt, mitgesungen, wohl auch manchmal mit gegrölt, wenn auch hier die zahlreichen bekannten Songs gecovert und die Erinnerungen an vergangene Zeiten und Konzerte wach werden. Nicht wenige haben Bauklötze gestaunt, wie groß der qualitative Unterschied zwischen Youtube-Video und dem fetzigen, professionellen Liveauftritt war. Fazit: Einer der meist unterschätzten Kölner Skabands und wie angekündigt, ein echter Geheimtipp!

 

Die beiden Bands passten nicht nur von der Offbeatmusik her, sondern auch von den MusikerInnen wie die Faust auf‘s Auge. Sie haben sich in kurzer Zeit lieben gelernt und auch schon weitere Auftritte vereinbart. Zum Konzertende hin standen auch Teile der beiden Bands gemeinsam auf der Bühne und haben sich harmonisch ergänzt und performt. So soll es sein!

 

Vielen, vielen Dank an den "alten", charmanten und treuen DJ Skankman, der die Pausen mit feinen Ska-Beats ergänzte und wie immer eine  skamusikalisch Bereicherung war.

 

Einen riesen großen Dank gilt vor allem den BesucherInnen, die bei engen Verhältnissen die Ruhe bewahrt haben und äußerst respektvoll und absolut friedlich miteinander umgegangen sind. Das Sternhagel erweist sich auch vom Thekenpersonal her von seiner professionellen und gelassenen Seite und bewältigte den Ansturm charmant, empathisch und profimäßig.

 

Es war ein absolut grandioser, gelungener Abend, was auch am Feedback und den schweißgetränkten Gesichtern, Hemden und glücklichen Augen sowohl bei den Musikern als auch den Fans abzulesen war. Manager Fernandez, Tonmann Tobias und DerDUDE Goes SKA bestätigten bereits am Abend: Das Experiment, den Sternhagel skatechnisch, musikalisch und personell an die Grenzen zu bringen ist voll aufgegangen. Weitere Konzerttermine wurden auch hier schon besprochen.

 

DerDUDE Goes SKA bedankt sich ganz herzlich bei allen Beteiligten. Ohne euch ging das alles natürlich nicht.

 

Keep on skankin‘! Und bis auf bald! Auf dem nächsten schweißtreibenden Skakonzert!

 

DerDUDE

 

Fotos und Videos: Husky